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Worauf Sie beim Auto Kaufvertrag achten müssen

Wenn man ein neues Auto in Österreich kaufen möchte, dann gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Kunden. Nicht nur die großen Händler sind eine gute Anlaufstelle, sondern auch im Internet gibt es Portale, auf welchen man günstige und gute Gebrauchtwagen von Privatpersonen kaufen kann.

Eine wichtige Rolle übernimmt der KFZ Kaufvertrag, der immer abgeschlossen werden muss, wenn man als Kunde und Verkäufer auf Nummer sicher gehen möchte. Der Auto Kaufvertrag sollte alle wichtigen Details beinhalten und legt fest, wer die entsprechenden Vertragspartner sind. Wichtig sind unter anderem Angaben wie die Adresse, die entsprechenden Daten des Wagens und natürlich auch mögliche Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer. Gerade bei einem Privatkauf muss man den KFZ Kaufvertrag einmal genauer unter die Lupe nehmen und immer auch das Kleingedruckte lesen. Nur so umgeht man einen Fehlkauf und kann auch bei einem möglichen Problem immer gerichtlich vorgehen, wenn es nicht zu einer Einigung kommt.

Auch bei einem Neuwagen setzen die entsprechenden Händler immer einen Auto Kaufvertrag auf und so hat man als Kunde immer einen direkten Ansprechpartner, an welchen man sich wenden kann. Auch als Verkäufer muss man die oben genannten Details berücksichtigen und sich noch einmal über die Regelungen in Österreich informieren. Zudem ist es auch möglich Vordrucke zu nutzen, die man nur noch ausfüllen und unterschreiben muss. Solche Unterlagen bekommt man bei den Versicherungen und auch im Internet. Fakt ist, dass man immer nur mit einem gültigen Kaufvertrag einen Wagen verkaufen bzw. übernehmen sollte und auch die Experten immer wieder raten, dass man sich nur auf einen legalen Handel einlässt.

Wie ist ein Kfz-Kaufvertrag aufgebaut?

Der Aufbau eines Kaufvertrags hängt im Normalfall auch ein wenig von den Beteiligten ab. So gilt zwischen Privatpersonen beispielsweise das Konsumentenschutzgesetz (KSchG) nicht, nachdem auch für Gebrauchtwagen eine gewisse Gewährleistung gilt. Dies ist bei Privatkäufen im Normalfall ausgeschlossen. So müsste der Käufer bei einem später auftretenden Mangel dem privaten Verkäufer nachweisen, dass dieser bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs davon gewusst hat. Lediglich in den ersten 6 Monaten nach Verkauf geht der Gesetzgeber davon aus, dass der Mangel dem Verkäufer bereits am Verkaufstag bekannt war. In dieser Frist muss der Verkäufer also beweisen, dass dies nicht der Fall war. Abgesehen von diesen Unterschieden weist ein Kfz-Kaufvertrag im Normalfall folgende Struktur auf:

  1. Name und Anschrift des Verkäufers
  2. Name und Anschrift des Käufers (mit Legitimation per Pass oder Personalausweis)
  3. Das Fahrzeug (mit allen wichtigen Daten wie Erstzulassung, Kilometer-Stand, Fahrgestell-Nr. usw.)
  4. Kaufpreis
  5. Übergabe (mit Anzahl der Schlüssel und Prüfbericht nach §57 a KFG)
  6. Zusicherungen
  7. Eventuelle Gewährleistungen oder Garantien sowie deren Ausschluss bei Privatverkäufen
  8. weitere Vertragsbestandteile durch Ergänzungen
  9. Datum und Unterschriften von beiden Parteien

Gewährleistung oder Garantie – wo liegt der Unterschied?

Wenn ein Händler in seinem KFZ-Kaufvertrag eine Garantie übernimmt, sichert er dem Käufer zu, dass alle Mängel in der Garantiezeit von ihm beseitigt werden. Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Händlers, die zudem nicht gesetzlich reglementiert wird. Ganz anders sieht dies im Hinblick auf die Gewährleistung aus. Diese ist nämlich im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) und im KSchG verankert und beträgt bei Neuwagen grundsätzlich 2 Jahre. Für Gebrauchtwagen können Händler die Gewährleistung auf ein Jahr begrenzen. Ein grundsätzlicher Ausschluss ist hingegen nicht möglich. Bis auf Verschleißschäden muss ein Händler im Rahmen der Gewährleistung für die Behebung von Mängeln grundsätzlich aufkommen.

Die Unterschiede zwischen Gewährleistung und Garantie im Überblick:

  • Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Händlers, die Gewährleistung eine gesetzliche Pflicht.
  • Die Gewährleistung beträgt bei Neuwagen 2 Jahre und kann bei Gebrauchtwagen auf 1 Jahr verkürzt werden.
  • In der Zeit beider Fristen kommt der Händler für nicht vom Fahrer verursachte Schäden am Fahrzeug auf.
  • Die Garantie kann mitunter sogar Verschleißteile einbeziehen Dies ist bei der Gewährleistung nicht der Fall.
  • Privatverkäufer können die Gewährleistung komplett ausschließen und haften nur noch für Mängel, von denen Sie bereits beim Verkauf wussten

Was ist sonst noch zu bedenken?

Vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens sollte sich der Käufer das Fahrzeug genau anschauen. Dies gilt vor allem bei Privatverkäufen, bei denen die Gewährleistung ausgeschlossen wird. Wer selbst nicht genug von Kfz-Technik versteht, kann beispielsweise eine Kauf-Überprüfung des ÖAMTC in Anspruch nehmen.

Weitere wichtige Aspekte:

  • Kontrolle der Zulassungsbescheinigung Teil I und II
  • Überprüfung des Wartungsheftes oder der Inspektionsrechnungen
  • Kaufpreis-Check (ist der Gebrauchtwagen nach Eurotax-Liste tatsächlich noch den Kaufpreis wert?)
  • Kontrolle des §57a-Prüfberichts (nur mit einem gültigen Prüfbericht ist eine Anmeldung möglich)
  • Check von Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten

Fazit

Ein Kfz-Kaufvertrag enthält immer die beteiligten Parteien sowie das genau zu identifizierende Fahrzeug, welches verkauft werden soll. Darüber hinaus werden sowohl Zusicherungen als auch Gewährleistungen und Garantien geregelt. Ein sehr wichtiger Aspekt ist zudem der Kaufpreis. Auf diese Weise erfährt der Käufer letztlich genau, was er zu welchem Preis und zu welchen Bedingungen er kauft. Wer die wichtigsten Vertragspunkte checkt und einige weitere Aspekte bedenkt, braucht keine Angst mehr vor Problemen beim Kfz-Kaufvertrag zu haben.

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